Fall (2005)

Fall

Nach dem Aufstieg „Rising“ kommt der Fall. So versuchten einige den Titel dieses Albums zu deuten. Und das war auch die Absicht. Nicht dass die Deutung so stimmen würde – nein, der Titel vermittelte viel mehr die Stimmung in der Band, die während der Aufnahmen vorherrschte: Herbst. Noch nicht ganz am Ende der Jahreszeiten aber ein selbstauferlegtes Omen.

Thomas verliess die Band

In den letzten Monaten hatte sich das Verhältnis der beiden Streithähne Mark und Thomas extrem abgekühlt und es war nicht möglich, die beiden zu versöhnen. Musikalisch hatten die beiden nach wie vor keine Differenzen aber im Zwischenmenschlichen hielt eine Abkühlung Einzug, die sogar so weit ging, dass Thomas für zwei Wochen die Band verliess! Zum Glück kehrte er schnell wieder zurück, da er merkte, wie wichtig ihm die Band war.

An der Beziehung mit Mark änderte sich dadurch jedoch nichts. Und auch nicht, dass in dieser Zeit so richtig die Post ab ging! Ein Highlight jagte das nächste… Es waren die Vorzeichen für was einige Zeit später geschehen würde…

Doch es gab auch viel Gutes

Die Europa-Tournee mit Hammerfall und Stratovarius führte uns in einem alten deutschen Militärbus von Nord nach Süd und quer durch den Kontinenten, mit einem Unterbruch in der Pampa nach Madrid, wo unser Tourbus eine Panne hatte und wir mit dem Flugzeug nach Hause reisen mussten. Zum Glück führte die Tour in die Schweiz, wo wir unseren reparierten Bus wieder beziehen und die Tour fortsetzen konnten.

Eines muss man den Schweden lassen: sie sind verdammt schnell beim Putzen der Bühne

Auch unser Auftritt am Swedenrock-Festival hinterliess einige Pressemitteilungen, hatte Mark doch vor der Show literweise Apfelsaft getrunken, welcher sich mit den Vodkas in der Nacht davor nicht so richtig vertrug, und Mark sich beim Einstimmen in den ersten Chorus von „Why Don’t You Call Me“ auf die Bühne übergeben musste. Unser damaliger Bassist, Oli, konnte sich gerade noch mit einem Sprung zur Seite retten.

Eines muss man den Schweden lassen: sie sind verdammt schnell beim Putzen der Bühne! Mark setzte den Refrain aus, während die Band tapfer weiter spielte und war beim 2. Verse wieder am Start. Danach verlief das Konzert (zum Glück) ohne weitere Zwischenfälle.

Mit Sebastian Bach im Flughafen-Shuttle

Im Flughafen-Shuttle trafen wir dann auf Sebastian Bach (ex-„Skid Row“-Sänger), mit dem Mark die Nacht zuvor die Vodkas vernichtet hatte. Da dieser noch Durst zu haben schien, schenkte ihm Mark eine Dose Feldschlösschen. Ob das Schweizer Bier ihm geschmeckt hat, weiss man bis heute nicht. Eines ist aber sicher, die Büchse war nach der Fahrt leer…

“Iron Maiden” und “Guns n’ Roses”

Zurück in der Schweiz ging’s direkt weiter nach Dübendorf, wo wir auf dem Militärflugplatz das gigantische Open Air von Iron Maiden eröffnen durften, es war ein einmaliges Erlebnis!

Dies sollte auch nicht das einzige Grossereignis in der Schweiz sein, an dem wir spielten, denn der Olymp rief! Nicht im griechischen Sinne aber für uns Schweizer ist es so etwas wie der heilige Gral, einmal im Hallenstadion in Zürich zu spielen. Dieser Traum wurde nun Wirklichkeit – wir wurden als Vorgruppe von Guns n’ Roses. gebucht! Was für eine Ehre, vor allem für Mark, der noch heute ein grosser Fan von Axel Rose ist, ein Idol aus seiner Jugend.

Es gibt wohl kein eindrücklicheres Gefühl, als auf der Bühne des Hallenstadions zu stehen, “Hallo Schweiz” zu rufen und 12’000 Leute toben zu hören und sehen – Gänsehaut pur!

Mark Fox

Trackliste

  1. Chains Of Temptation
  2. Out Of Control
  3. Take Me Now
  4. All Or Nothing
  5. How It Feels
  6. Fall
  7. Walk On Water
  8. She’s My Ecstasy
  9. Make It Alright
  10. Nightlife
  11. Do You Know
  12. Immortal

Cast

Vocals: Mark Fox, Lead Guitar: Thom Blunier, Rhythm Guitar: Thomas Muster, Bass: Oli Linder, Drums: Roger Tanner

Produced by Thom Blunier

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